Etwa 50 Menschen haben am Aktionstag Mediaspree entern (5. Juni 2010) den Lehmbruckpark besetzt und die Eröffnung bis in die späte Nacht gefeiert
die tageszeitung am 06.06.2010:
Etwas abseits von der Demo, auf einem kleinen Grundstück nördlich der Stralauer Allee sitzt eine Gruppe junger Leute um eine Decke. Die Fläche liegt seit Jahren brach und ist trotzdem abgeriegelt. “Nur der Rasenmähermann darf hier drauf”, sagt eine Anwohnerin. Eine Initiative rief dazu auf, am Samstag daraus einen Anwohner-Park zu machen. Doch noch sind die Tore zu. Wer auf das Gelände will, muss ein Loch oder ein Zaunstück finden, über das er klettern kann, ohne von Polizei und Sicherheitsdienst entdeckt zu werden.
Eine, die es sich auf der Wiese gemütlich gemacht hat, ist Conny. Seit ihrer Geburt wohnt sie in der Gegend, sie will von einer “Besetzung” des Geländes eigentlich nicht sprechen. “Wir nutzen das ja sonst auch ab und an, wenn auch eher mit den Hunden”, sagt sie. Doch die Proteste seien ein guter Anlass, um die Öffnung des Grundstücks für die Anwohner zu fordern. Schließlich gebe es mit der Bebauung des Spreeufers immer weniger öffentlich nutzbaren Platz. “Früher konnte man noch an der Spree entlang spazieren gehen”, sagt sie. Jetzt werde das durch Neubauten, Bauzäune und Wachmänner verhindert.

